Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Abitur 2011


Detlefsengymnasium verabschiedet sich in würdigem Rahmen von 59 Oberstufenschülern

Es war ein guter Abi-Jahrgang, der zweitbeste am Detlefsengymnasium überhaupt: Mit einem Notendurchschnitt von 2,51 haben sich gestern die 59 frisch gebackenen Abiturienten von ihrer über die Jahre lieb gewonnenen Schule verabschiedet. Die meisten nach neun Jahren, aber längst nicht alle: 13 Realschüler sind erst im 11. Jahrgang dazu gekommen.
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„Die Schüler hatten ihre Ängste, aber auch wir hatten Ängste“, sagte Schulleiter Hartmut Appel in der Festrede. Zehn Fächer mussten die angehenden Abiturienten aus Glückstadt und Umgebung in der Profil-Oberstufe belegen. „Das gibt es nur in Schleswig-Holstein“, sagte Appel und machte aus seiner Ablehnung dieses Modells keinen Hehl: „Das ist schlichtweg eine falsche politische Entscheidung gewesen.“ Mit einer krankheitsbedingten Ausnahme hätten trotzdem alle ihr Ziel erreicht: „Ihr habt eure Zukunftschancen nicht verbaut. Damit könnt ihr gut leben.“
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Michel Weiß am Klavier

Appel nutzte die Entlassungsfeier in der Schul-Aula nicht nur für Lob, sondern bat auch um Entschuldigung: „Ihr seid der Abiturjahrgang ohne Raum gewesen, die Generation mit viel Lärm“, spielte er auf die seit Monaten laufenden Bauarbeiten an. Dass bei der Verabschiedung kein Lärm zu hören sei, habe er „für heute angeordnet“.
Für den Kreis Steinburg überbrachte Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann die Glückwünsche. Er sehe nur glückliche und fröhliche Gesichter: „Ein toller Ausblick hier vom Rednerpult.“ Er dankte aber auch den Eltern, die all die Jahre „mit Geduld und manchmal mit Strenge, mit Trost und Hilfe, mit Hoffen und Bangen hinter ihren Kindern gestanden“ hätten. Den Abiturienten rief er zu: „Feiern Sie. Dieser Tag kommt nicht wieder.“
„Stolz und Respekt vor der Leistung“ zollte Jens Siebmann im Namen der Eltern den Schülern. Er ermunterte die Abiturienten, ihr Leben zu leben: „Ihr könnt dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen besser wird. Diese Chance haben nicht alle.“
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Note 1,0: Schulleiter Hartmut Appel
gratuliert dem Jahrgangsbesten A. Löffler


Kritisch, aber auch humorvoll setzten sich die Geschichtslehrer Jens Binckebanck, Jasper Kock und Sönke Loebert in Zeiten von Bachelor und Master mit der Zukunft nach der Schule auseinander. „Lassen Sie sich nicht zu Humankapital degradieren. Bleiben Sie, wie Sie es uns gezeigt haben: menschlich.“
Für die „Olen Primoners“ sprach Martin Meiners – und warb für einen Beitritt zu der mehr als 1400 Mitglieder zählenden Vereinigung. „Es gibt kein Zurück mehr – allenfalls werdet ihr hier am Detlefsengymnasium Lehrer.“ Wie der Alltag dann aussieht, kann sich niemand vorstellen. Und so blickten Sina Kelsch, Lea Mertz und Anneke Steenfatt in eine Zukunft „ohne Block und Bleistift“, in der die „Sextaner noch frecher“ sind als heute. Vorerst zählt für die Abiturienten nur eins: „Jung, frei, glücklich.“
Jens Neumann

Abiturjahrgang 2011:
Lars Baack, Bryan Malcom Bast, Ann-Kathrin Böttger, Alexander Brouschkin, Lea Bücking, Immanuela Büsing, Josia Carl, Cathrin Cors, Venessa Di Meglio Lopez, Marvin Dittmer, Jan Felix Ehrke, Tanja Engelbrecht, Dennis Fares, Stephen Friedberg, Regina Frizler, Lena Glißmann, Björn Gosau, Claas Jährling, Dominique Kahl, Kim Marcel Kardel, Sina Kelsch, Philipp Klose, Henrike Knudsen, Claudia Koch, Janne Kochan, Christina Köhmann, Marvin Krishan, Nicole Kuhlmann, Marc Landsmann, Annemie Lietz, Aljoscha Löffler, Ricardo Lohmann, Lukas Lorentzen, Lea Mertz, Jana-Christin Meyer, Jakob Michaud, Lisa Sophie Niedermeier, Katharina Ott, Veronika Perschin, Mats Pfeiffer, Jana Puckel, Meike Rademacher, Nele Rath, Sergej Romanow, Jannik Ruhland, Serpil Savran, Lena Sibbert, Hannah Siebmann, Dana Stäcker, Anneke Steenfatt, Natalia Storey, Stephanie Strube, Theresa Teetzen, Jan Thoborg, Peer Timm, Eva von Soosten, Julia von Zezschwi, Isabel Westphalen, Yrla Wolter.