Willkommen am Detlefsengymnasium in Glückstadt

Die Fachschaft Biologie des Detlefsengymnasiums stellt sich vor


Gerade die Biologie, die Lehre vom Leben, zeigt wie nachhaltig Wissenschaft unser Leben auf vielfältige Weise beeinflusst. Die Biologie vermittelt uns die Einsicht, wie Lebewesen auf verschiedene Umweltreize reagieren, wie sie sich bewegen, fortpflanzen und entwickeln. Sie hilft uns zu verstehen, wie Leben entstanden ist und wie es sich vielleicht zukünftig entwickeln kann. Keine andere Wissenschaft hat in den letzten Jahren derartig rasante Veränderungen erlebt, die vor allem durch technischen Fortschritt bewegt wurden. Längst reicht es nicht mehr aus hervorragende Artenkenntnisse zu besitzen. Vielmehr versteht man heute die Biologie als eine interdisziplinäre Wissenschaft, die vor allem durch einen methodisch-technischen Fortschritt gekennzeichnet ist. Gerade diese Technologien vermitteln heute erstaunliche Ein- und Ausblicke auf das Leben.Im Folgenden möchten wir euch, liebe Schülerinnen und Schüler und Ihnen, sehr geehrte Eltern, einen Einblick in die Themenvielfalt des Fachunterrichtes Biologie geben. Gleichzeitig sollen Informationen zu verschiedenen Methoden des Biologieunterrichtes und zu Leistungsbewertungen vorgestellt werden.

In der Orientierungsstufe, Klasse 5 und 6, erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass alles Lebendige auf der Erde grundlegende gemeinsame Kennzeichen aufweist. Alle Lebewesen gleichgültig, ob winzig klein wie das Pantoffeltierchen oder riesengroß wie der Blauwal, sind aus Zellen aufgebaut. Die unterschiedlichsten Fragen zu den Säugetieren unserer Umwelt können dabei angesprochen und erforscht werden. Ein wichtiger Aspekt in der Orientierungsstufe wird der Mensch selbst sein. Hierbei soll der Zusammenhang zwischen dem, was der Mensch kann und dem, was ihn dazu befähigt, herausgefunden werden. Fragen wie z. B. „Warum sind unsere Knochen so stabil und flexibel zu gleich?“, und „Wie können wir unseren Körper gesund erhalten?“ können beleuchtet werden. Außerdem werden wir gemeinsam herausfinden, was alles in unserer Nahrung steckt und welche Bedeutung die einzelnen Nahrungsbestandteile für unseren Körper haben. Ernährungsfragen, wie z. B. „Was ist gesundes bzw. ungesundes Essen?“ und „Wie ernähren wir uns richtig?“ spielen genauso eine wichtige Rolle wie die Frage „Wozu braucht unser Körper das ganze Essen eigentlich?“. Natürlich kann auch die einheimische Pflanzenvielfalt von der Blüte bis zur Frucht unter die Lupe genommen. Dies kann in dem besonderen Rahmen eines Fachtages geschehen, der stufenübegreifend vom Einführungsjahrgang für die sechsten Klassen vorbereitet und durchgeführt wird. In der sechsten Klasse wird der Biologieunterricht mit der Einführung in das methodisch-wissenschaftliche Arbeiten enger verknüpft. Hierzu bieten wir im Rahmen des Fachunterrichts eine Methodikstunde an, in welcher die Schülerinnen und Schüler das wissenschaftliche Arbeiten im naturwissenschaftlichen Unterricht erproben können. Dazu lernen sie Forschungsfragen zu Alltagsphänomenen zu entwickeln und diesen z. B. mithilfe von Experimenten auf den Grund zu gehen. Am Ende der sechsten Klassenstufe wird ein besonderer Schwerpunkt des Unterrichts der Sexualerziehung gewidmet. In angemessener Art und Weise werden hier Fragestellungen zur körperlichen Entwicklung, zur Pubertät und zu Klischeevorstellungen wie „typisch Junge“ und „typisch Mädchen“ wertschätzend und altersgemäß thematisiert, aber auch heikle Themen verbalisiert und diskutiert.

Im Biologieunterricht der Sekundarstufe I (7. bis 9. Klassenstufe) stehen vor allem die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers, die Einblicke in die Artenvielfalt wirbelloser tierischer Organismen und die ersten biochemischen Erkenntnisse der Pflanzenphysiologie und die daraus resultierenden ökologischen Ansprüche im Zusammenleben verschiedener Organismen im Mittelpunkt.
Gerade im Themengebiet der Humanbiologie möchten wir nicht nur die fachlichen Kompetenzen stärken, sondern es ist uns außerdem ein wichtiges Anliegen, dass Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für ihren eigenen Körper zu stärken und somit erheblich zur Entwicklung der Selbstkompetenz beizutragen. In diesem Zusammenhang unterstützen wir als Fachschaft Biologie das Präventionskonzept der Schule. Insbesondere dem Sachgebiet „Ernährung“ messen wir eine besondere Bedeutung bei. Deshalb greifen wir dieses sensible Thema bereits in der Jahrgangsstufe 7 auf.
Die Themenbereiche der Wirbellosen Tiere, der Pflanzenphysiologie und der Ökologie stehen unter der Betrachtung der Variabilität, der Einheit zwischen Struktur und Funktion, der Angepasstheit an verschiedene Umweltbedingungen und der Ursache-Wirkungs- Beziehungen.
Diesen und anderen zahlreichen naturwissenschaftlichen Phänomenen und Erkenntnissen gehen wir gemeinsam mithilfe wissenschaftlicher Arbeitsmethoden auf den Grund. Die Schülerinnen und Schüler lernen zu experimentieren, zu mikroskopieren, genau zu beobachten, zu beschreiben und zu vergleichen – wichtige Voraussetzungen für unseren handlungsorientierten Unterricht. Durch die Nutzung unseres Schulbiotops, durch Exkursionen sowie durch die praktischen Arbeiten im Unterricht unterstützen und fördern wir das naturkundliche Interesse unserer Schülerinnen und Schülern. Bewusst werden die Lernenden an kooperative und selbständige Lernformen herangeführt und können in eigenen kleinen Präsentationen ihre Ergebnisse zeigen. Gerade in diesem Rahmen lernen unsere Schülerinnen und Schüler miteinander fachsprachlich zu kommunizieren und Ergebnisse im Kontext zu bewerten.


Methodenunterricht: Arbeiten wie ein Naturwissenschaftler


Die Schülerinnen und Schüler erfahren im Biologieunterricht vieles über Strukturen, Prozesse und Zusammenhänge in der Natur. Damit sie dieses Wissen einschätzen und bewerten können, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie auch erfahren, wie diese Erkenntnisse gewonnen werden, wie Naturwissenschaft „funktioniert“. Neben der Sachkompetenz ist somit die Förderung der Methodenkompetenz unumgänglich.
Deshalb werden im Biologieunterricht der Jahrgangsstufe 6 in einer Methodenstunde pro Woche die Grundlagen naturwissenschaftlichen Arbeitens vermittelt.
Von zentraler Bedeutung ist dabei das Experimentieren. Wichtige Aspekte beim Experimentieren sind das Formulieren einer Fragestellung, das Aufstellen von Hypothesen und die Planung der experimentellen Überprüfung bzw. Durchführung. Durch sorgfältiges Beobachten und Messen werden Daten erhoben und in einem Versuchsprotokoll dokumentiert.

Neben dem Erforschen und Entdecken ermöglicht das Experimentieren durch das selbstständige Aufbauen von Versuchsanordnungen auch das Kennenlernen von Laborgeräten und das Einüben von Grundtechniken im Umgang mit Stoffen und Geräten. Die Schüler lernen verschiedene Gasbrennerarten kennen, üben gezielt den sicheren Umgang mit dem Gasbrenner und werden mit den wichtigen Sicherheitsrichtlinien vertraut gemacht. Auch das Arbeiten mit dem Mikroskop wird eingeübt.

Die gezielte Anwendung naturwissenschaftlicher Arbeitstechniken wird exemplarisch anhand des Themas „Stoffgemische und Trennverfahren“ erprobt. Hierbei werden einfache Trennverfahren erarbeitet, wie z. B. das manuelle Sortieren, Filtrieren, Dekantieren, Sedimentieren, Eindampfen und die Chromatographie.

Die in diesem Methodenunterricht erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten bilden auch eine wichtige Grundlage für den Chemieunterricht in der achten Jahrgangsstufe.