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Erdkunde Übersicht

Schulinternes Fachcurriculum (Stand Januar 2016 - download)

Fachanforderungen für die Abiturprüfung im Fach Geographie
Für die Abiturprüfung gelten die vorliegenden Fachanforderungen gemäß den „Einheitlichen Prüfungsanfor-
derungen in der Abiturprüfung Geographie“ (EPA).
  • Fachliche Qualifikationen
    In der Abiturprüfung weisen Schülerinnen und Schüler nach, dass sie fähig sind,
    • -  auf der Grundlage gesicherter Kenntnisse sowie sicherer sprachlicher und methodischer Fertig-
      keiten (Anforderungsbereich I),
    • -  einen ihnen unbekannten komplexen Sach-, Problem- und Textzusammenhang differenziert zu
      erfassen (Anforderungsbereich II),
    • -  und selbständig urteilend zu bearbeiten (Anforderungsbereiche III).
      Jede Aufgabe ist so zu stellen, dass ihre Bearbeitung den Nachweis von Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz erfordert. Je nach Aufgabenstellung können unterschiedliche Akzente gesetzt werden.
  • Schriftliche Abiturprüfung
2.1. Aufgabenarten
Als Aufgabenart kommt für die schriftliche Abiturprüfung im Fach Geographie die Problemerörterung mit Material in Betracht (vgl. EPA). Geeignete Materialien sind Karten, Texte, Statistiken, Tabellen, Diagramme, Modelle, Bildmaterial und Grafiken; Karikaturen können unter der Voraussetzung berück- sichtigt werden, dass nach einer entsprechenden methodischen Vorbereitung im Unterricht die Bild- und Bedeutungsebene vom Prüfling eindeutig zu erschließen sind.

2.2 Hinweise zum Erstellen der Prüfungsaufgabe
Die Aufgaben müssen aus dem Unterricht der Oberstufe erwachsen sein und sich in ihrer Breite ins- gesamt mindestens auf die Ziele, Problemstellungen, Inhalte und Methoden der Oberstufe beziehen und in der Art der Aufgabenstellung den Schülerinnen und Schülern aus dem vorangegangenen Unterricht vertraut sein. Die Aufgaben dürfen nicht nur den Sachgebieten des dritten und vierten Halbjahres des Qualifikationsphase entnommen sein. Jede einzelne Aufgabe muss in der Breite der Ziele, Problemstellungen, Inhalte und Methoden über das Thema eines Halbjahres hinausweisen. Inhalte und Methoden, die durch das Profil gebende Fach bzw. die Profil ergänzenden Fächer bereitgestellt werden, gehen ein, soweit sie Gegenstand des Prüfungsfaches geworden sind.
Jeder Aufgabenvorschlag ist so anzulegen, dass ihre Bearbeitung Leistungen aus allen drei Anforderungsbereichen erfordert sowie den Nachweis der raumwissenschaftlichen Kompetenz in ihrer sachlichen, methodischen, personalen und sozialen Ausprägung. Je nach Aufgabenstellung können die Aspekte der Fachkompetenzen unterschiedlich gewichtet sein. Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung liegt im Anforderungsbereich II.

2.2.1 Zur Materialvorlage
Das Material muss hinreichend komplex und für die Bearbeitung der Aufgabe ergiebig sein. Die ver- wendete Datenbasis soll so zeitnah wie möglich ausgewählt sein. Das Material muss sich am Inter- esse und Verstehenshorizont der Schülerinnen und Schüler orientieren und als exemplarisch für eine problem- und systemorientierte Behandlung räumlicher Strukturen und raumwirksamer Prozesse in Verbindung mit wirtschaftlichen, politischen oder soziologischen Problemen gelten können. Es muss unter Anwendung der im Geographieunterricht vermittelten Kenntnisse und Methoden bearbeitet wer- den können.
Kurze Informationstexte zu einem im Unterricht nicht behandelten Gebiet können gegeben werden. Sie werden aber nicht als Arbeitsmaterial verwendet. Eine bloße Wiedergabe ihres Inhalts ist keine angemessene Aufgabenlösung. Vorrangiges Material sind Kartendarstellungen mit hinreichend komplexen Inhalten. Ein genau be- zeichneter Atlas ist als Arbeitsmittel zur Lösung der Aufgabe vorzusehen. Bei Tabellen, Diagrammen oder Grafiken ist darauf zu achten, dass die Auswertung nicht durch entsprechende Überschriften oder Erläuterungen vereinfacht wird, um die Selbständigkeit der Lösung nicht einzuschränken. Selbst- erklärende Darstellungen sind deshalb ungeeignet.
Das Textmaterial soll in der Regel nicht mehr als 600 Wörter umfassen und ist mit den üblichen bibliographischen Angaben sowie mit einer Zeilenzählung zu versehen. Die Wortzahl der Textvorlage ist anzugeben. Kürzungen innerhalb eines vorgelegten Textes oder Textauszugs sind äußerst zurück- haltend zu handhaben, sie müssen kenntlich gemacht werden.
Die Auswahl einer kleinen Zahl von Materialien soll den fachbezogenen methodischen Zugriff zum Thema verstärken. Deshalb sind verschiedene Materialsorten auszusuchen, die jeweils einen eigenen komplexen Zugang zum Thema bieten.

2.2.2 Hinweise zum Erstellen von Prüfungsaufgaben
Die Aufgabenstellung muss so präzise sein, dass für die Schülerin bzw. den Schüler Art und Umfang der erwarteten Leistung klar erkennbar sind. Dabei ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler im Geographieunterricht die Kompetenz erworben haben, auch komplexen Operatoren (z.B. darstellen, erörtern, beurteilen) differenziert und selbständig zu folgen und die Ergebnisse ihrer Aufgabenbearbeitung gegliedert und selbständig darzustellen. Jede Prüfungsaufgabe bildet eine thematische Einheit. Mehr als vier Arbeitsanweisungen (Operatoren) sind unzulässig. Unzusammenhängende Teilaufgaben entsprechen nicht dem Zweck der Prüfung.

2.3 Aufgabenvorschläge
Für die schriftliche Prüfungsarbeit im Profil gebenden Fach sowie im fünften Prüfungsfach, sofern eine schriftliche Prüfung gewählt wurde, sind der Schulaufsichtsbehörde jeweils zwei materialgebundene Aufgaben als Vorschläge einzureichen. Für das Profil gebende Fach und ggf. das fünfte Prüfungsfach wird von der Schulaufsichtsbehörde eine Aufgabe zur Bearbeitung durch die Schülerin bzw. den Schüler genehmigt.

2.4 Einzureichende Unterlagen
Zu den Aufgabenvorschlägen insgesamt gehören auf gesondertem Blatt folgende Angaben:
  • -  die Profilthemen und die ihnen zugeordneten Lehrplanthemen der Eingangsphase und der Quali-
    fikationsphase für das Profil gebende Fach und das fünfte Prüfungsfach, sofern eine schriftliche Prüfung gewählt wurde und das Fach Profil ergänzendes Fach war, ansonsten die behandelten Lehrplanthemen des fünften Prüfungsfaches.
  • -  die Aufgaben der Klassenarbeiten der Einführungsphase und der Qualifikationsphase mit den zu- gehörigen Materialien.
    Darüber hinaus sind für jeden Aufgabenvorschlag auf gesondertem Blatt anzugeben: die unterrichtlichen Voraussetzungen, die der Prüfungsaufgabe zugrunde liegen, Hinweise zur erwarteten Prüfungsleistung und zu ihrer Bewertung.
Im Erwartungshorizont müssen deutlich werden: der Anteil der für die Lösung der Aufgabe vorausgesetzten Kenntnisse, die für die Lösung der Aufgabe vorauszusetzenden Methoden, der Grad der für die Lösung der Aufgabe vorauszusetzenden Selbständigkeit, die Anforderungen an eine ausreichende Leistung.

2.5 Hinweise zur Bewertung der Prüfungsleistung
Die Bewertung der Prüfungsleistung stellt eine kriterienorientierte Entscheidung dar, die gebunden ist an:
  • -  die den Lehrplanvorgaben entsprechenden unterrichtlichen Voraussetzungen,
  • -  die Aufgabenart und Aufgabenstellung,
  • -  die sich aus beiden ergebenden Erwartungen.
    Für die Bewertung kommt folgenden Aspekten besonderes Gewicht zu:
  • -  sachliche Richtigkeit,
  • -  Folgerichtigkeit und Begründetheit der Aussagen,
  • -  Vielfalt der Gesichtspunkte und ihre jeweilige Bedeutsamkeit,
  • -  Differenziertheit des Verstehens und Darstellens,
  • -  Herstellung geeigneter Zusammenhänge,
  • -  Grad der Selbständigkeit,
  • -  Klarheit in Aufbau und Sprache,
  • -  Sicherheit im Umfang mit der Fachsprache und -methode,
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  • -  Berücksichtigung standardsprachlicher Normen,
  • -  Verknüpfung der Aufgabenbearbeitung mit dem Selbstverständnis der Verfasserin bzw. des
    Verfassers,
  • -  ggf. Verknüpfung der Aufgabenbearbeitung mit dem jeweiligen Profilthema.
    Für die Bewertung mit der Note „gut“ müssen Leistungen in den Anforderungsbereichen I, II und III erbracht werden. Eine Bewertung mit „ausreichend” setzt Leistungen voraus, die über den Anforderungsbereich I hinaus auch Ansätze in dem Anforderungsbereich II erkennen lassen.
    Die im Erwartungshorizont beschriebenen Anforderungen und Gewichtungen stellen die Grundlage für die Bewertung der schriftlichen Leistung dar. Das verlangt ihre Berücksichtigung sowohl in den Rand- korrekturen als auch im abschließenden Gutachten. Im Erwartungshorizont nicht vorgesehene, aber aufgabenbezogene gleichwertige Leistungen sind angemessen zu berücksichtigen.

    Die Randkorrektur hat feststellenden Charakter. Sie muss die Bewertung der Prüfungsleistung trans- parent machen und Begründungshinweise ermöglichen.
    Vorzüge und Mängel der Arbeit werden abschließend im Gutachten als Voraussetzung für die zu er- teilende Note dargestellt. Bezugspunkt ist der Erwartungshorizont im Vergleich zu der erbrachten Leistung, deren Qualität wesentlich aus der Randkorrektor erschließbar sein muss.
    Schwerwiegende und gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit (Orthografie, Interpunktion, Grammatik) oder die angemessene äußere Form führen zu einem Abzug von bis zu zwei Notenpunk- ten. Der Fehlerquotient dient dabei als Bewertungsgrundlage.

3. Mündliche Abiturprüfung
Die Bestimmungen zur schriftlichen Abiturprüfung gelten sinngemäß. Die mündliche Abiturprüfung ist eine Einzelprüfung.

3.1 Aufgabenstellung und Gestaltung
Der Schülerin bzw. dem Schüler werden zwei problemgebundene Aufgaben vorgelegt, von denen nur eine mit fachspezifischer Materialbearbeitung verbunden sein soll. Bei der Auswahl des Materials ist ebenso wie bei der Aufgabenstellung zu berücksichtigen, dass von der Schülerin bzw. dem Schüler eine eigenständige Leistung erwartet wird. Die Auswahl einer kleinen Zahl von Materialien soll den fachbezogenen methodischen Zugriff zum Thema verstärken. Deshalb sind verschiedene Material- sorten auszusuchen, die jeweils einen eigenen komplexen Zugang zum Thema bieten.
Jede Aufgabe wird zunächst in einem zusammenhängenden freien Vortrag bearbeitet. Eine bloße Wiedergabe gelernten Wissensstoffes ist zu vermeiden. Daran schließt sich jeweils ein Prüfungsgespräch an, das, anknüpfend an den Vortrag, größere fachliche Zusammenhänge und andere Sachgebiete erschließt. Der geforderte Gesprächscharakter verbietet das überwiegende Abfragen von Kenntnissen.
Beide Teile der Prüfung (Vortrag und Prüfungsbereich) sollen zeitlich etwa gleich bemessen sein. Für jede der beiden Aufgaben ist der gleiche Prüfungszeitraum vorzusehen. Die Prüferin bzw. der Prüfer legt dem Prüfungsausschuss einen schriftlichen Erwartungshorizont vor, in dem auf den Neuigkeitsas- pekt der Aufgabe hingewiesen und die selbständige Prüfungsleistung erläutert wird.

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3.2 Anforderungen und Bewertung
Die Anforderungen an die schriftliche Prüfungsleistung und die Maßstäbe für ihre Bewertung gelten sinngemäß auch für die mündliche Prüfungsleistung. Als spezifische Anforderungen an die mündliche Prüfungsleistung, die bei der Bewertung angemessen zu berücksichtigen sind, gelten für den freien Vortrag:
- die Fähigkeit, sich klar, differenziert, konzeptionsgeleitet und in normgerechter Sprache zu artiku- lieren,
für das Prüfungsgespräch:
  • -  die Fähigkeit, in einem Gespräch sach- und situationsgerecht auf Fragen, Impulse, Hilfen oder
    Einwände einzugehen,
  • -  die Fähigkeit, dem Gespräch selbst Impulse zu geben.
4. Präsentationsprüfung
Die Präsentationsprüfung muss über den Themenbereich eines Halbjahres hinausgehen und kann Inhalte und Methoden, die durch die anderen Fächer im Profil bereitgestellt werden, enthalten, soweit sie Gegenstand des Prüfungsfaches geworden sind. Die Bedingungen für eine Präsentationsprüfung als fünfte Prüfungskomponente richten sich nach §17 OAPVO.