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Schulinternes Fachcurriculum im Fach Fanzösisch (F2) – Mittelstufe (G8)


Der moderne Fremdsprachenunterricht orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, GeR (Europarat 2001), der entwickelt wurde, um im Zuge der zunehmenden (beruflichen) Mobilität die Mehrsprachigkeit innerhalb der EU zu fördern, die Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen der verschiedenen europäischen Länder zu erleichtern und vergleichbare Niveaustufen der Lernenden zu gewährleisten. Der Referenzrahmen teilt den Spracherwerb in unterschiedliche Niveaustufen ein (A1/2, B1/2, C1/2), wobei mit Niveau C2 ein mit dem Muttersprachler vergleichbares Niveau erreicht wird – ein Perfektionsgrad, der im universitären Bereich eines Fremdsprachenstudiums zu verorten ist.
Im Verlaufe des Mittelstufenunterrichts im Fach Französisch soll mit Ende der Mittelstufe das Niveau B1 erreicht werden, dessen Kompetenzen knapp zusammengefasst seien:

Lesekompetenz:

  • Verständnis einfacher Texte;

  • Erkennen der zentralen Aussage informativer Texte wie z.B. Zeitungsartikel ohne komplettes Detailverständnis;

  • Erkennen wesentlicher Argumentationsstränge und Schlussfolgerungen argumentativer Texte;

  • Verständnis der Beschreibungen von Ereignissen, Gefühlen, Wünschen;

  • Verständnis von verständlich geschriebenen Gebrauchsanweisungen.


Schreibkompetenz:
  • Verfassen kurzer Berichte zur Weiterleitung von Alltagsinformationen;

  • Detaillierte Beschreibung von Alltagserfahrungen, Ereignissen, Gefühlen, z.B. in einem Brief;

  • Zusammenfassung der Handlung eines Buchs oder eines Films, sowie Verfassen einer persönlichen Stellungnahme dazu;

  • Begründen und Erklären von Meinungen, Plänen, Handlungen.


Hörverstehen:
  • Verständnis wesentlicher Standpunkte einer längeren Diskussion;

  • Erschließen von Bedeutungen unbekannter Worte aus dem Zusammenhang;

  • Verstehen einfacher sachlicher Informationen über die geläufigen Themen des Alltags- und Berufslebens;

  • Verständnis von Filmhandlungen, wenn Bild und Aktion die Handlung im Wesentlichen tragen und deutlich gesprochen wird;

  • Verständnis der wesentlichen Inhalte in Sendungen zu geläufigen Themen oder von Themen persönlichen Interesses.


Sprechen:
  • Fähigkeit, sich in den meisten Situationen sprachlich zurecht zu finden, die sich auf einer Reise im Sprachgebiet ergeben könnten;

  • Fähigkeit sich unvorbereitet an einem Gespräch über vertraute Inhalte zu beteiligen;

  • Fähigkeit, von eigenen Erlebnissen zu berichten, Hoffnungen und Pläne mitzuteilen;

  • Fähigkeit die Handlung eines Buches oder Films zusammenzufassen und die eigene Einschätzung mitzuteilen.


Die Kompetenzorientierung des modernen Französischunterrichts richtet sich nach einem Kompetenzmodell des GeR, das aus vier großen Kompetenzbereichen besteht:
  • einer Wissenskompetenz (savoir),

  • einer Handlungskompetenz (savoir faire),

  • einer Lernkompetenz bzw. Methodenkompetenz (savoir apprendre),

  • persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen (savoir être).


(Quellen: Orientierungshilfe G8 Französich vom IQSH; Bernd Tesch/Eynar Leupold/Olaf Köller (Hrsg.), Bildungsstandards Französisch: konkret, Cornelsen Scriptor 2008)

Unser Unterricht mit dem Lehrwerk À plus vom Cornelsen-Verlag als zentraler Achse des Mittelstufenunterrichts orientiert sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen und seiner Kompetenzorientierung. Er gewährleistet das Erreichen der Niveaustufe B1, ohne den Lernstoff unnötig zu überfrachten, und enthält zudem Aufgabentypen, die auf das Bestehen der vom Niveau her entsprechenden DELF-Diplome der französischen Kulturinstitute vorbereitet. (DELF = Diplôme d’Études en Langue Française)
Ausgangspunkt des Sprachlehrgangs ist das unmittelbare, persönliche Lebensumfeld, um im Laufe des Lehrgangs auch zivilisatorische Themen (Landeskunde, Geschichte, Politik, Medien) hinzuzuziehen und damit zunehmend auf den Unterricht der Oberstufe vorzubereiten.
Die wesentlichen kompetenzorientierten Lerninhalte auf der Basis des Lehrwerks À plus sind in der folgenden tabellarischen Übersicht für die einzelnen Lernjahre zusammengefasst, wobei zu betonen ist, dass ein Lernjahr nicht unbedingt exakt mit einem Schuljahr übereinstimmen muss. So können z. B. unterschiedliche Sommerferientermine oder individuelle Unterschiede der Lerngruppen ein Lernjahr bis in den Herbst des folgenden Schuljahres reichen lassen. Ergänzende Unterrichtsinhalte können zudem eine Unterbrechung der Lehrbucharbeit nötig machen. Angestrebt ist aber, am Ende der Mittelstufe die 4 Lernjahre von À plus – zumindest hinsichtlich der wesentlichen Inhalte – erarbeitet zu haben.
Die in der Übersicht erwähnte Portfolio-Arbeit wird in den Erläuterungen zu den Leistungsnachweisen näher erklärt; dort finden sich ebenfalls Erläuterungen zum Aufbau der Klassenarbeiten.
(Regine Borg-Reich)

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Fachcurriculum Sek I
Fachcurriculum Sek II
Leistungsnachweise F3
Leistungsnachweise_FR