Sagitta“ wieder in ihrem Element
Nach eineinhalbjähriger Sanierung:
Segelclub des Detlefsen-Gymnasiums lässt betagten Jollenkreuzer zu Wasser

Sagitta

Was lange währt, wird endlich gut: Diese Erfahrung haben die Jugendlichen des Segelclubs des Detlefsen-Gymnasiums machen müssen. Gut eineinhalb Jahre brauchten sie, um den betagten Jollenkreuzer „Sagitta“ wieder auf Vordermann zu bringen. Mit saniertem Mast und neuem Schwertkasten konnte die „alte Dame“ zu Wasser gelassen werden. Der Teilnahme der segelnden Schüler an der „Nedderelv“-Regatta nach Pfingsten steht damit nichts mehr im Weg.

Mit einem so langen Landgang hatte niemand gerechnet, als die „Sagitta“ im November 2009 zur Grundüberholung aus dem Wasser geslippt wurde. Eigentlich sollte nur der Mast aufgearbeitet werden, erinnert Hans Krumsieg, Lehrer am Gymnasium und Vorsitzender des SCDG, zurück. Doch es kam anders: Zunächst fehlte das Geld, um die Arbeiten anzugehen. Zuschüsse vom Kreis oder Landessportverband flossen nicht. „Wir sind durch sämtliche Raster gefallen“, erklärt Krumsieg. „Ein neuer Mast ist kein Sportgerät, aber auch keine Vereinsheimsanierung – obwohl die ´Sagitta´ unser Heim ist.“

Heiko Stroh, Vater eines Schülers, schaffte Abhilfe: Er bat seinen Arbeitgeber RWE um eine Spende für die „Sagitta“. Mit Erfolg. Und so konnten die jugendlichen Segler und die engagierten Helfer – darunter Bootsbauer Günter Klingbeil und SVG-Jugendwart Jan-Marcus Peters – im Frühjahr 2010 loslegen. Die Mastbeschläge und Liekschiene wurden demontiert, der Mast zum Teil abgezogen, Löcher mit Holzpropfen stabilisiert. Zudem mussten kleine Risse im Holz ausgefräst und mit Epoxyleim verfüllt werden. Den Abschluss bildete die sorgfältige Lackierung. „Das klingt einfach, zog sich im Detail aber bis zum Frühjahr 2011 hin“, erzählt Krumsieg.

Dass Segeln nicht nur reines Freizeitvergnügen ist, sondern auch Arbeit bedeutet, war ein Nebeneffekt der langen Segelpause. „Bei den Werkstoffarbeiten können die Schüler viel lernen – angefangen vom Führen einer Feile bis hin zu Lackierarbeiten“, so Krumsieg. „Das Segeln läuft nebenher. Im Vordergrund steht der soziale Verbund.“

Das bestätigt Michael Frontzek. Seit 1998 engagiert sich der Glückstädter beim SCDG – obwohl er längst Abitur gemacht hat. „Ich kann mich von der ´Sagitta´ schwer losreißen“, berichtet er. „Mein Herz hängt an dem Schiff.“ Mit Abschluss der Reparaturarbeiten, in deren Zuge die Räder des Slipwagens Totalschaden erlitten und gegen Räder eines günstig erstandene Slipwagens ersetzt wurden, wird sich der Glückstädter jetzt langsam zurück ziehen. „Ich bin zu alt dafür.“

Zum ersten Training, das tideabhängig immer mittwochs gegen 15.30 Uhr stattfindet, treffen sich die Jugendlichen heute am Binnenhafen. Dem Club gehören derzeit 50 Mitglieder an, darunter zwölf Schüler.
Jens Neumann

Beitrittsformular


Nedderelv Regatta 2011
DSC_3824

DSC_3825

DSC_3826

DSC_3827

Kontakt zu Hans Krumsieg:
04124/8669.
Mitglieder des SCDG zahlen 35 Euro im Jahr, Kinder 17,50 Euro.
Mindestalter: zwölf Jahre.

© Detlefsengymnasium Glückstadt - Dänenkamp 5 - 25348 Glückstadt - Telefon 04124-91640 - Fax 04124-916444 E-Mail Kontakt